Naturdenkmal Weidfichte

 

Die dickste Fichte Deutschlands

 

Ganz nah bei Tennenbronn, direkt an der Straße zwischen Langenschiltach und Hornberg-Reichenbach, steht dieser knorrige, über 200 Jahre alte Baum.

Der Durchmesser beträgt bei einem Meter Höhe über 6 Meter.

Bei etwa 2 Metern Höhe ist die Fichte gezwieselt, vermutlich durch den Verbiss von Weidetieren.

Ein mächtiges Individuum, ausgebildet aus 2 Kernen. Lesen Sie weiter unten die Geschichte.

 

 

 

Die Geschichte vom räuberischen Wirt

 

Die Landstraße auf der Benzebene zwischen Langenschiltach und Hornberg soll bereits von den Römern angelegt worden sein. Im Mittelalter verlief hier die Poststraße Wien-Salzburg-Paris. Die Gegend war damals mit einen dichten Urwald bedeckt, in dem Bären und Wölfe lebten.

Angeblich zur Sicherheit der Reisenden ist an der Stelle, wo sich der Wanderparkplatz befindet, ein Wirtshaus erbaut worden. Der Wirt war aber der gefährlichste Räuberhauptmann weit und breit. Er bespitzelte die Gäste. Wenn Beute zu erwarten war, gab er seinen Spießgesellen eine Nachricht. Diese plünderten die Wagenladungen, während der Wirt die Gäste in Sicherheit wiegte. Die wertvollen Gegenstände des Diebesguts vergrub der Wirt in eine Kiste im Keller und ließ sie zusätzlich von einen gefährlichen Bluthund bewachen.

Als die Überfälle überhand nahmen, wurde der Wirt von einer Kompanie Soldaten gefangen genommen, zu Tode gefoltert und das Wirtshaus angezündet. Das Versteck der Schatzkiste hat er aber nicht verraten.

Erst als das Haus niedergebrannt war, ist der Hund brennend aus der Feuerglut hervorgekommen. Er lief einige Meter über die Straße und verschwand im Erdreich. An dieser Stelle ist diese Fichte gewachsen.

Seit dieser Zeit geistert es in dieser Gegend. Um den Geist zu bannen, hatte man auf den Brandplatz eine Kapelle erbaut. In einer hellen Vollmondnacht kam ein Mädchen, das sich verlaufen hatte, an der Kapelle vorbei. Im Wald hatte es gepoltert und geheult. In Todesangst flüchtete es in die Kapelle. Hier sah das Mädchen den Geist frei im Raum schweben. Es war freundlich und erzählte dem Mädchen von der Schatzkiste und davon, das in der ersten Vollmondnacht nach der Sonnenwende, der feurige Hund seinen Platz auf der Kiste verlässt. Dann könne ein Glückskind den Schatz heben. Außerdem würde er, der Geist, von dieser Stunde an erlöst und verlasse die Gegend für immer. Daraufhin verschwand der Geist durch die Wand.

Die Kapelle ist fortan gemieden worden und zerfiel. Die Stelle, an der sie stand wird auch noch heute "d´Kappel" genannt, und die Kappelgeister spuken noch heute als Figur während der Tennenbronner Fastnacht. In den 1970er Jahren hat man den Schutthügel abgetragen und den Parkplatz gebaut. Dabei wurden die Fundamente der Kapelle freigelegt. Den Schatz hat man dabei nicht gefunden, aber wer weiß......

Quelle: Schwarzwälder Bote

 

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